Foto: www.klaustiedge.com

Im Mai 2008 gärte es gewaltig in den Townships rund um Johannesburg. Schon seit Wochen hatte es fremdenfeindliche Übergriffe gegen Read the rest of this entry »

Frauen protestieren gestern vor dem Gerichtsgebäude

Die am Freitag vermutlich aus Hassmotiven vergewaltigte Millicent ist aus dem Krankenhaus entlassen, in das man sie am Montagabend wegen starker Blutungen verlegen musste. Es geht ihr den Umständen entsprechend gut. Ihr Vergewaltiger sitzt hinter Gittern. Das Gericht für Sexualstraftaten (Sexual Offences Court) im Stadtteil Wynberg hat am Dienstag seine erste Anhörung vertagt. Auf den 13. April

Die rund 50 Frauen und die wenigen Männer, die seit zwei Stunden vor dem Gerichtsgebäude ausharren, macht die Nachricht nicht wirklich glücklich, aber Read the rest of this entry »

 

Millicent Gaika (30) überlebte die Vergewaltigung von Freitagnacht mit schweren Verletzungen

 

Ihr einziger Fehler war es, den Nachbarn von Freunden um Feuer zu fragen. Ihr Vergewaltiger Nqinqo K. zog Millicent Gaika (30) in seine Hütte und ein fünfstündiges Martyrium begann. Nqinqo war für die junge Frau kein Unbekannter. Schon oft Read the rest of this entry »

Mzoli's: Metzgerei, Resaturant, Bar und Club in einem

Metzgerei, Restaurant, Bar und Club in einem

Über allem hängt der Geruch von verbranntem Fett. In dicken Schwaden zieht der Rauch aus Mzoli’s Grillküche durch die offenen Türen und durch jede Ritze in der Wand, wälzt sich über die Menschenmassen, verfängt sich unter den grünen Zeltdächern der Terrasse, wo sie zu Hunderten sitzen, schwitzen, schnattern, in Schweinerippchen und Lammkoteletts beißen, lachen, über die Tische rufen und sich die Tränen aus den Augen wischen. Heiß ist es, 30 Grad im Schatten, heißer noch unter den Planen, doch wenigstens ist man hier vor der Sonne geschützt.

Wo immer im Gedränge Read the rest of this entry »

Eine mutige Frau kämpft in einem Kapstädter Vorort gegen die allgegenwärtige Gewalt

Ndumie Funda (re.) mit Freundin Thembie Foto: (c) Alexander Groves

Ndumie Funda lebt mit ihrer Freundin Thembie in einer 10-Quadratmeter großen Bretterbude in Nyanga. Die windschiefe Konstruktion steht im Vorgarten eines winzigen Hauses, in dem gleich zwei Familien wohnen. Der Weg zur einzigen Toilette, im Hinterhof, führt durchs Wohnzimmer.

In der Baracke selbst ist es aufgeräumt und überraschend gemütlich. Die eine Hälfte des Raums nimmt ein Bett ein, groß genug für die beiden stämmigen Frauen, die hier zusammen schlafen. In der Ecke flimmert ein Computerbildschirm, auch einen Fernseher gibt es und einen Kühlschrank mit Eisfach. In einer kleinen Boombox dreht sich eine Gospel-CD. Die Besuchercouch ist ausziehbar. Hier bietet Ndumie bedrohten lesbischen Frauen Übernachtung und Schutz an.

Der ist auch bitter nötig. 2005 starb die erste Read the rest of this entry »