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Im Mai 2008 gärte es gewaltig in den Townships rund um Johannesburg. Schon seit Wochen hatte es fremdenfeindliche Übergriffe gegen Mosambikaner und Menschen aus Zimbabwe und Malawi gegeben, doch nun roch die Stimmung nach Pogrom. Am 12. Mai brach sich zuerst im Township Alexandra im Nordosten Johannesburgs der Ausländerhass Bahn. Der Vorwurf: Die Ausländer nehmen uns die Arbeit weg! Es ist wohl derselbe überall auf der Welt. Am Abend des 12. waren zwei Tote und vierzig Verletzte zu beklagen, am Ende der Ausschreitungen waren über 40 Menschen tot. In diesen Tagen fürchtete Wilson um sein Leben. Er war wie so viele auf der Suche nach einem besseren Leben aus Mosambik nach Südafrika gekommen und hatte in Johannesburg einen Job als Maurer gefunden. Am jenem Abend kehrte er nicht mehr in sein Twonship zurück. Er machte sich auf den Weg nach Kapstadt, wo er Freunde hatte und auf Hilfe hoffte. Seit zwei Jahren lebt er jetzt hier, einen richigen  Job hat er nicht wieder gefunden, doch er fühlt sich wenigstens einigermaßen sicher.Sein Freund Dimo brachte ihn zu den African Brothers, heute trainiert er jeden Nachmittag auf dem Sportfeld im Herzen Kapstadts. Sein größter Traum: einmal genug Geld verdienen, um seine Familie in Mosambik zu besuchen.

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