Frauen protestieren gestern vor dem Gerichtsgebäude

Die am Freitag vermutlich aus Hassmotiven vergewaltigte Millicent ist aus dem Krankenhaus entlassen, in das man sie am Montagabend wegen starker Blutungen verlegen musste. Es geht ihr den Umständen entsprechend gut. Ihr Vergewaltiger sitzt hinter Gittern. Das Gericht für Sexualstraftaten (Sexual Offences Court) im Stadtteil Wynberg hat am Dienstag seine erste Anhörung vertagt. Auf den 13. April

Die rund 50 Frauen und die wenigen Männer, die seit zwei Stunden vor dem Gerichtsgebäude ausharren, macht die Nachricht nicht wirklich glücklich, aber Read the rest of this entry »

Jethro (li.) will mal Profi werden Fotos: Klaus Tiedge

Jethro will für Barca spielen!

Tesfaye kannte den Initiator der African Brothers Academy, Craig Hepburn, als Kunden aus einem Einkaufszentrum. Vor acht Monaten brachte er zum ersten Mal seinen Sohn Jethro (benannt übrigens nach der Rockband Jethro Tull) zum Training mit den Brothers. Seitdem hat sich Jethro mächtig verbessert. Auch persönlich ist er ein anderer geworden. Zielstrebig, fast fanatisch trainiert er im Kreis der African Brothers, die auch so ewas wie seine erweiterte Familie geworden sind. Anders als in einem Fußballverein ist bei den Brothern jeder willkommen und jeder darf mitmachen, mitspielen. Jethro kommt jeden Tag und gehört zu den eifrigsten. Das hat seinen Grund: Er will einmal so berühmt werden wie Messi. Mindestens aber für Barcelona spielen. Wenn er so weitermacht, könnte er das noch schaffen.

Die Fotos zur Serie stammen von Klaus Tiedge

The only mistake she made was asking her friend’s neighbour for a light. Her assailant Nqinqo K. dragged Millicent Gaika (30) into his shack, marking the start Read the rest of this entry »

 

Millicent Gaika (30) überlebte die Vergewaltigung von Freitagnacht mit schweren Verletzungen

 

Ihr einziger Fehler war es, den Nachbarn von Freunden um Feuer zu fragen. Ihr Vergewaltiger Nqinqo K. zog Millicent Gaika (30) in seine Hütte und ein fünfstündiges Martyrium begann. Nqinqo war für die junge Frau kein Unbekannter. Schon oft Read the rest of this entry »

Geschändetes Wahrzeichen

Wie auf dieser dem Kapstadtreporter zugespielten Amateuraufnahme deutlich zu erkennen ist, sind in der Nacht Teile des weltberühmten Tafelberges abgetragen worden. Während der Mittelteil weiterhin als Tafel (Mesa) deutlich zu erkennen ist, fehlen sowohl links als auch Read the rest of this entry »

Mzoli's: Metzgerei, Resaturant, Bar und Club in einem

Metzgerei, Restaurant, Bar und Club in einem

Über allem hängt der Geruch von verbranntem Fett. In dicken Schwaden zieht der Rauch aus Mzoli’s Grillküche durch die offenen Türen und durch jede Ritze in der Wand, wälzt sich über die Menschenmassen, verfängt sich unter den grünen Zeltdächern der Terrasse, wo sie zu Hunderten sitzen, schwitzen, schnattern, in Schweinerippchen und Lammkoteletts beißen, lachen, über die Tische rufen und sich die Tränen aus den Augen wischen. Heiß ist es, 30 Grad im Schatten, heißer noch unter den Planen, doch wenigstens ist man hier vor der Sonne geschützt.

Wo immer im Gedränge Read the rest of this entry »

Dimo Estevo, 27; Foto: www.klaustiedge.com

Die schwere Flut in Mosambik veränderte Dimos Leben für immer. Im Hochwasser von 2001 verlor Read the rest of this entry »

Fast drei Millionen Zugriffe: Die Antwoord machen Hip-Hop auf Afrikaans. Mehr dazu im untenstehenden Artikel: Die Afrikaaner-Krise!

Zu den interessanteren Filmen des Cape Wineland Filmfestival, das noch bis Samstag läuft, gehört die Dokumentation “Afrikaner, Afrikaan” der jungen Filmemacherin Rina Jooste. Der Film untersucht die Identitätskrise der ehemals herrschenden Ethnie des Landes anhand ihrer Musik. Buren-Musik als Ausdruck der Sehnsucht nach einer untergegangenen Welt einerseits, Afrikaaner-Rock als Ausdruck eines unbändigen Drangs nach Rebellion gegen das enge Buren-Korsett aus Rassismus und Calvinismus andererseits.

Afrikaaner-Kommando aus dem Burenkrieg

Als ich nach Südafrika kam, war das letzte, was mich interessierte die Buren. Viel zu spannend der Blick auf all die fremden, schwarzafrikanischen Kulturen. Doch je länger ich hier lebe, umso mehr faszinieren mich die rund 3 Millionen Nachfahren dieser holländischen, deutschen, skandinavischen und französischen Siedler, die irgendwann im 18 . Jahrhundert beschlossen, künftig nicht mehr Europäer zu sein, sondern Afrikaner.

Zunächst schien der Fall für mich klar: Ein Volk rückständiger Rassisten, von der unterdrückten Read the rest of this entry »

Foto: Klaus Tiedge

“In meinem Leben ist vieles schief gelaufen”, sagt Petros. Der 32-Jährige stammt aus Johannesburg. Seine Jugend verbrachte Petros auf der Straße, Marihuana rauchen war die Freizeitbeschäftigung seiner Wahl. Er überlebte mit Diebstählen und Drogendeals, zweimal landete er im Gefängnis. 2007 ging er nach Kapstadt, 2009 stieß er zu den African Brothers. Heute trainiert er die Jungen und Mädchen, die sich jeden Nachmittag auf dem Gelände im Stadtteil Gardens treffen. Petros hat es vorerst geschafft, sich von den Drogen zu lösen, seinem Leben so etwas wie einen Sinn zu verleihen. “Menschen müssen sich um andere kümmern”, sagt er. Und hat selbst ein großes Ziel: eines Tages ein professioneller Fußball-Coach zu werden.

Fotografie: Klaus Tiedge